Präambel

Wir an der Sprottenschule pflegen gemeinsam ein Schulklima, das sich durch ein wertschätzendes Begegnen auszeichnet. Das Lernen miteinander und voneinander verbindet uns. In gegenseitigem Respekt akzeptieren wir, dass jeder einzigartig ist und einen Anspruch auf individuelle Förderung und Forderung hat. Wir öffnen den Raum für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, dabei achten wir darauf eigenverantwortlich zu handeln und gleichzeitig Verantwortung für das Gesamtwohl aller zu übernehmen.

Unser Schulleben wird nach gemeinsamen Absprachen gestaltet und entwickelt sich laufend weiter. Neben der Entwicklung und Umsetzung neuer Perspektiven und Ideen verlieren wir jedoch bereits Bewährtes nicht aus den Augen.

 

1. Darstellung der Schule

 

1.1. Zur Geschichte

Die Sprottenschule ist eine reine Grundschule seit dem 01.08.2017. Sie geht hervor aus der Fusion des Grundschulteils der Grund- und Gemeinschaftsschule und der Gorch-Fock-Schule Eckernförde.

 

1.2. Lage und Schulumgebung

Die Sprottenschule befindet sich im Süden von Eckernförde. Das Einzugsgebiet ist geprägt von Wohnsiedlungen mit Mehr- und Einfamilienhäusern.

 

1.3. Schulträger

Die Stadt Eckernförde als Schulträger unterstützt und fördert unsere Vorhaben und Wünsche großzügig.

 

1.4. Schulgebäude und räumliche Ausstattung

Das Schulgebäude ist im Stadium der Renovierung und Umbaumaßnahmen im Zuge der Fusion. Insgesamt verfügt die Schule über 16 Klassenräume und verschiedenen Gruppen- und Nebenräume.

 

1.5. Schulgelände

Das Schulgelände ist großzügig in seinen Ausmaßen. Sowohl Rasenflächen als auch Steinflächen mit verschiedenen Spielgeräten erlauben den Kindern bewegungsfreudige Pausen. Auch hier werden Umgestaltungsmaßnahmen durchgeführt.

 

1.6. Sächliche Ausstattung

Küche der Sprottenschule

Die Schulküche der Sprottenschule mit 16 Kochplätzen.

Ein umfangreiches Angebot an Lehr- und Unterrichtsmitteln ermöglicht einen abwechslungsreichen, individualisierenden und anschauungsreichen Unterricht. Die Sprottenschule verfügt über Fachräume für die Unterrichtsfächer Werken und Kunst, Musik und HWS.

Es gibt einen Computerarbeitsraum mit 12 Arbeitsplätzen und in einigen Klassen Pylonentafeln für den Unterricht. Wir verfügen über einer Lehrküche mit sechzehn Kochplätzen.

 

1.7. Schülerzahlen

Zurzeit besuchen 361 Schülerinnen und Schüler die Schule (163 Mädchen und 198 Jungen). Alle Klassenstufen sind 4-zügig.

 

1.8. Lehrkräfte

Die Kinder werden von 26 Lehrkräften unterrichtet.

 

1.9. Personal

Als städtische Angestellte sind zwei Sekretärinnen, ein Hausmeister, zwei Erzieherinnen (Leiterinnen der Betreuten Grundschule), zwei Schulsozialarbeiter, eine pädagogische Fachkraft für den Carlo-Club und ca. zwanzig Ehrenamtliche an unserer Schule tätig. Darüber hinaus unterstützen zwei junge Frauen, die den Bundesfreiwilligendienst absolvieren und zwei Schulassistentinnen unsere pädagogische Arbeit.

 

1.10. Unterrichtszeit

Für alle Klassen beginnt der Unterricht um 8.15 Uhr und endet für die Klassenstufen 1 und 2 um 12.15 Uhr und für die Klassenstufen 3 und 4 um 13.15 Uhr. Des Weiteren gibt es für die Klassenstufen 3 und 4 unsere „Frühstunde“ von 7.45 bis 8.30 Uhr. In dieser Stunde finden besondere Angebote statt: z.B. Chor, Förder- und Forderangebote in Deutsch und Mathematik.

 

1.11. Pausenaktivitäten

Klettergarten

Der Klettergarten im Schulwald

Neben den Angeboten des Schulgeländes (Zwei Basketballkörbe, Fußballfeld, Tischtennisplatte, Sandkisten, 2 Kletterburgen, Klettergarten, kleines Karussell) und dem Schulwald steht den Kindern eine große Anzahl mobiler Spielgeräte zur Verfügung, mit denen sie ihre motorische Geschicklichkeit trainieren können.

In unserem Schulwald ist ein Kletterpark eingebaut worden.

 

1.12. Frühstück

Wir frühstücken gemeinsam im Klassenraum und klären die Kinder über gesunde Nahrungsmittel auf. Wir frühstücken „naschifrei“ (Ausnahmen an Geburtstagen und bei Schulfesten).

 

1.13. Betreute Grundschule

Über den Rahmen der Verlässlichen Grundschule hinaus bietet die „Oase“ (Betreute Grundschule, eine Einrichtung der Stadt) Betreuungsmöglichkeiten von 7.00 Uhr bis 8.15 Uhr und von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr an. Es besteht dabei die Möglichkeit, in der benachbarten Mensa ein Mittagessen einzunehmen. In den Osterferien, Herbstferien und in den ersten drei Wochen der Sommerferien bietet die FGZ auch eine Ferienbetreuung an.
Die betreute Grundschule der Sprottenschule gliedert sich in die Festen Grundschulzeiten und den Offenen Ganztag.

 

1.13.1 Feste Grundschulzeiten (FGZ)

Die festen Grundschulzeiten bieten Betreuungsmöglichkeiten von 7.00 Uhr bis 8.15 Uhr und von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr (Montag – Freitag). Das ist eine Einrichtung der Stadt Eckernförde.

 

1.13.2 Offenes Ganztagsangebot (OGT)

Der offene Ganztag wird durch die Stadt Eckernförde getragen und wird durch einen außerschulischen Kooperationspartner geführt. Das OGT-Angebot ist attraktiv und kindgerecht und wird von Montag – Donnerstag von 12.15 Uhr bis 15.00 Uhr angeboten. In der Mensa erfolgt die tägliche Verpflegung.

 

1.14 Feste und Aktivitäten

Verschiedene Feste im Jahreslauf und andere Aktivitäten machen unsere Schule bunt. Alle zwei Jahre findet  ein Sommerfest statt,. Wir besuchen Theatervorstellungen und Lesungen in der Stadtbücherei. Im Rahmen von bestimmten Unterrichtsvorhaben laden wir uns „Spezialisten“ ein und erweitern unsere „Unterrichtsfläche“ durch Besuche von Museen, Ausstellungen, Informationszentren und vielen anderen außerschulischen Lernorten. Über die Klassenfahrt hinaus fahren einzelne Klassen tageweise an andere Orte (z.B. Schulbauernhof, Waldjugendspiele Hüttener Berge), um besondere Projekte in einer lebendigen Umwelt umzusetzen. Der Besuch vieler sportlicher „Meisterschaften“ (Leichtathletik, Schwimmen, Laufwettbewerbe) ermöglicht einigen Sport-Assen den Vergleich mit anderen Schulen. Im Frühjahr gestaltet die Schule eine Projektwoche.

Darüber hinaus gibt es immer wieder neue, wechselnde Aktionen, die den Unterrichtsalltag auflockern, sich oft aus dem Unterricht ergeben und unser Schulleben vielfältig machen (z.B. Tag des Apfels, Schach für Anfänger, Forscherexpress in den 4. Klassen, Zeitung in der Schule).

 

1.15 Mitbestimmung

Ein Klassensprecherrat tagt mehrmals im Jahr, um die Belange der Klassen zu diskutieren und Lösungsvorschläge für auftretende Probleme zu erarbeiten.

 

1.16 Vollversammlung

Vollversammlung in der Sporthalle

In den dreimal im Jahr in unserer Sporthalle stattfindenden Vollversammlungen („Volli“) stellt der Klassensprecherrat seine Ergebnisse vor und nimmt auch neue Anregungen entgegen. Die Vollversammlungen bieten auch Raum und Gelegenheit für die Darbietung musikalischer und schauspielerischer Beiträge aus den Arbeitsgemeinschaften und dem Unterricht. Gewinner von Wettbewerben werden hier geehrt und erfahren Wertschätzung.

 

1.17 Elternarbeit

Die Eltern unserer Schulkinder bringen sich aktiv in das Schulleben ein. Sie unterstützen unsere Unterrichtsprojekte, begleiten uns auf Ausflügen und Unterrichtsgängen und helfen uns außerunterrichtliche Aktivitäten zu planen, zu organisieren und durchzuführen (z.B. Einschulungscafé, Flohmarkt, Sportveranstaltungen usw.).

 

1.18 Schulverein

Der Schulverein wird für die Sprottenschule neu geplant. Bisher wurde der Schulverein durch einen engagierten Vorstand vertreten, der die Belange des Vereins hervorragend kommuniziert. Die Schulvereinsmitglieder unterstützen unsere schulische Arbeit in besonderer Weise, die sowohl die großzügige Bereitstellung finanzieller Mittel als auch die aktive und selbstständige Organisation von schulischen Veranstaltungen umfasst.

Mehr Informationen über unseren Schulverein finden Sie hier.

 

1.19 Kooperation mit Partnern am Ort

Es findet eine intensive Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten unseres und benachbarter Einzugsgebiete statt. Gegenseitige regelmäßige Besuche und gemeinsame Vorhaben ermöglichen einen reibungslosen Übergang der Kinder von der Kindertagesstätte in die Grundschule.

Eine intensive Kooperation in inzwischen gewachsenen Strukturen findet auch mit dem örtlichen Förderzentrum statt. Darüber hinaus halten wir regelmäßigen Kontakt zu anderen Grundschulen, den weiter führenden Schulen und außerschulischen Einrichtungen, die Unterstützungsangebote für die Kinder bereithalten.

Insbesondere ist die Zusammenarbeit mit der Peter-Ustinov-Schule hervorzuheben. Der Besuch des dort für den begabungsfördernden Unterricht eingerichteten Lernbüros ist  auch für unsere Schülerinnen und Schülern möglich. Der Transfer einer Kleingruppe wird vom Schulträger gewährleistet.

 

1.20 Inklusion

Die Sprottenschule verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der Inklusion von Kindern mit Förderbedarf in den Bereichen Lernen, geistige Entwicklung und Emotional – soziale Entwicklung.

Kinder mit Migrationshintergrund erhalten Förderung von ausgebildeten Fachkräften in unserem DaZ-Zentrum, das die Basisstufe beinhaltet. In der temporären Maßnahme werden Kinder temporär beschult, die aus den umliegenden Grundschulen gebracht werden.

 

1.21 Begabungsförderung

Die Kinder entsprechend ihrer individuellen Begabungen zu fördern ist unser Anliegen. Durch individualisierende Unterrichtsmethoden, Vorhaben, Projekte und die Zusammenarbeit mit Partnern befinden wir uns auf dem Weg.

Zwei ausgebildete Beratungslehrkräfte entwickelten ein Konzept zur Begabtenförderung. Unsere Schule hat sich als SHiB-Schule beworben, seit 2016 sind wir eine zertifizierte SHiB-Schule.

 

1.23 Prävention

In den Bereichen Gesundheit, Teilnahme im Straßenverkehr und Gewalt werden wir auch außerschulisch unterstützt und integrieren diese Themen in unsere Unterrichtsvorhaben. Verschiedene interne Maßnahmen werden situationsbezogen und personenbezogen durchgeführt, um im Bereich der Prävention frühzeitig zu intervenieren.

 

1.24 Diagnostik von Lernvoraussetzungen/Lernstandserhebungen

  • In den Kindertagesstätten
  • Während der Einschulungsuntersuchungen
  • In den ersten Schulwochen der Eingangsphase
  • Rechtschreibüberprüfungen in allen Schuljahren
  • VERA 3
  • Sprachstandserhebungen für Kinder mit Migrationshintergrund
  • Testungen nach individuellem Bedarf

 

1.25 Einschulungsverfahren

Nach den Herbstferien beginnen unsere Einschulungsuntersuchungen. Wir laden die Kinder mit ihren Eltern zu einem Unterrichtsspiel ein. In kleinen Gruppen von fünf bis sechs Kindern „erleben“ die Kinder eine Unterrichtsstunde. Eine Lehrkraft führt den Unterricht durch, eine zweite Lehrkraft beobachtet die Kinder und stellt den Entwicklungsstand des Kindes fest. So erhalten wir einen Eindruck von den Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes und können die Eltern bezüglich weiterer Fördermöglichkeiten beraten. Im Anschluss an unsere Einschulungsuntersuchungen kontaktieren wir die Kindertagesstätten, um von den Erzieherinnen weitere Informationen über die Kompetenzen der Kinder zu erhalten. Parallel zu unseren Einschulungsuntersuchungen finden auch die schulärztlichen Untersuchungen in Rendsburg statt.

„Kann-Kinder“ werden in der Kita besucht und auf ihre Einschulungseignung hin im April untersucht.

 

1.26 Bildungs- und Erziehungsziele/Bildungsstandards

Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an den Bildungs- und Erziehungszielen des Landes Schleswig-Holstein für Grundschulen unter Einbeziehung der Bildungsstandards.

 

1.27 Fortbildung

Jede Kollegin und jeder Kollege bildet sich regelmäßig in selbst gewählten Bereichen fort. Darüber hinaus besuchen wir Fortbildungsveranstaltungen, für die einzelne Fachleitungen zuständig sind. Als Gesamtkollegium veranstalten wir zu unserer Schulentwicklung  regelmäßig Schulentwicklungstage und nachmittägliche Arbeitstreffen.

 

2. Leitsätze und ihre Konkretisierung

 

2.1 Wir achten auf ein offenes, die Gemeinschaft förderndes Schul- und Lernklima.

Konkret:

  • Mitbestimmung und -verantwortung der Schülerinnen und Schüler durch Klassensprecherrat und Vollversammlung
  • Miteinander Schule machen durch „offene Türen“, gemeinsame Unterrichtsplanung, jahrgangs- und klassenübergreifende Unterrichtsvorhaben, gemeinsame Absprachen und offenes Miteinander des Kollegiums
  • Schulische „Events“ wie Schulfest, Projektwoche, Sportveranstaltungen

 

2.2 Wir sind eine Schule, an der wir Verantwortung für unser Lernen und Lehren übernehmen.

Konkret:

  • Gruppenarbeit zu Projekten
  • Eigenverantwortliches Lernen z. B. mit individuellen Wochenplänen
  • Feedback und Reflexion
  • Präsentation der Ergebnisse

 

2.3 Wir fördern und fordern die Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und außerschulischen Partnern.

Konkret:

  • Einbeziehung der Eltern in den schulischen Entwicklungsprozess
  • Planung und Durchführung gemeinsamer Projektwochen und Fachkonferenzen
  • Unterstützung der Eltern bei schulischen Vorhaben: Leseabend, Projekten, Arbeitsgemeinschaften, Frühstück, Cafeteria

 

2.4 Wir sind eine Schule, an der angestrebt wird, die individuellen Fähigkeiten jedes Kindes angemessen zu fördern und zu fordern.

Konkret:

  • Differenzierte Lern- und Förderangebote
  • Individualisierende Lernformen (z.B. Lerntheken, Werkstattarbeit, Lernkarteien, u.a.)
  • Darstellende Methoden wie Musical, Theater, Musikveranstaltungen¬ Förderung und Unterstützung der Kinder in ihrer Methoden-, Sach-, Sozial– und Selbstkompetenz¬ Doppelbesetzung von einzelnen Unterrichtsstunden
  • Lernpläne, präventive Förderpläne

 

2.5 Wir wecken, pflegen und fördern Leistung und  Leistungsbereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler.

Konkret:

  • Orientierung an Bildungsstandards und Fachcurricula
  • Wertschätzung jeglicher Leistungsfortschritte
  • Transparenz der Leistungserwartung und -bewertung durch Kompetenzraster
  • Klassenübergreifende anspruchsvolle Lernangebote
  • Berücksichtigung der Interessen der Kinder bei der Auswahl von Unterrichtsinhalten

 

2.6 Wir fördern die handwerklichen, musischen und sportlichen Fähigkeiten der Kinder.

Unser Musikraum

Unser Musikraum

Konkret:

  • Sport
    • Verschiedene Wettbewerbe
    • Kreismeisterschaften/Landesmeisterschaften (z.B. Fußball, Schwimmen, Crosslauf, Leichtathletik,  Eckernförder Staffelmarathon)
    • Lauftag
    • Sportarbeitsgemeinschaften
    • Schwimmunterricht
    • Interne Turniere der Jahrgangsstufen
  • Musik
    • Chor der Jahrgänge 2, 3 und 4
    • Musical, Weihnachtssingen (auch außerhalb der Schule), Singspiele
    • Teilnahme an schulübergreifenden Musikveranstaltungen
    • Rhythmik
  • Handwerk
    • Kunstprojekttag / Basteltag
    • Epochaler Unterricht in Kunst, Textilarbeit und Technischem Werken
    • Ansprechende Präsentation der Werkstücke und Bilder
    • Arbeitsgemeinschaften (Töpfern, Malen und Zeichnen)
    • Kulissenbau (Musical/Theater)
    • Experimente

 

3. Unterricht / Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit

Für uns bedeutet guter Unterricht:

  • Eine klare Strukturierung des Lern- und Lehrprozesses
  • Eine optimale Nutzung der Lernzeit
  • Eine Orientierung an Lehrplanvorgaben und Bildungsstandards, an Bezogenheit zu Situationen,  der Umwelt und dem Individuum sowie tagesaktuellen Themen
  • Vielfalt der Unterrichtsmethoden
  • Individuelles Fördern und Fordern
  • Ein lernförderliches und wertschätzendes Lernklima
  • Regelmäßiges Feedback
  • Transparente Leistungserwartungen  und Leistungskontrollen

 

4.  Evaluation

Die Evaluation der aktuellen Entwicklungsschwerpunkte erfolgt, durch unseren Fusionsprozess, fortlaufend in Zusammenarbeit mit dem Schulelternbeirat.

01. August 2017